Bewährungswiderruf

Bei einer Verurteilung zu Freiheitsstrafe von nicht mehr als zwei Jahren kann das Gericht die Gefägnisstrafe zur Bewährung aussetzen.

Das Gericht kann die Strafaussetzung jedoch widerrufen, wenn die verurteilte Person

  • in der Bewährungszeit eine Straftat begeht und dadurch zeigt, daß die Erwartung, die der Strafaussetzung zugrunde lag, sich nicht erfüllt hat, oder
  • gegen Weisungen gröblich oder beharrlich verstößt oder sich der Aufsicht und Leitung der Bewährungshelferin oder des Bewährungshelfers beharrlich entzieht und dadurch Anlaß zu der Besorgnis gibt, daß sie erneut Straftaten begehen wird, oder
  • gegen Auflagen gröblich oder beharrlich verstößt.

Wenn die Bewährung widerrufen wird, muss die Gefängnisstrafe angetreten werden. Der Bewährungswiderruf ist gesetzlich in § 56f StGB geregelt.

Das Gericht sieht jedoch von dem Widerruf ab, wenn es ausreicht, weitere Auflagen oder Weisungen zu erteilen, oder die Bewährungs- oder Unterstellungszeit zu verlängern.

Der Widerruf der Bewährung wird von der Staatsanwaltschaft beantragt. In diesem Fall erhält der Betroffene eine Benachrichtigung und wird aufgefordert, hierzu Stellung zu nehmen.

In diesem Fall sollte der Betroffene sofort einen Rechtsanwalt beauftragen, um diese Stellungnahme für ihn zu fertigen.

 

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